Unter Autoimmunerkrankungen versteht man eine Erkrankung, bei der sich das Immunsystem gegen körpereigene Strukturen, z.B. bestimmte Zellen oder Gewebe, richtet. Darunter zählen viele verschiedene Krankheiten, wie Zöliakie, Rheumatoide Arthritis, Hashimoto-Thyreoiditis, Diabetes Typ-1, Morbus Crohn oder Multiple Sklerose.
Der Fokus liegt hier auf Zöliakie, Rheumatoide Arthritis und Hashimoto-Thyreoiditis.
Zöliakie
Zöliakie ist eine Autoimmunerkrankung, bei der es zu einer Immunreaktion gegen Gluten (Klebereiweiß) und zu einer Schädigung der Dünndarmschleimhaut kommt. Zöliakie kann sich auch auf andere Organe und Organsysteme ausweiten.
Ernährungsempfehlung:
Die Ernährungsempfehlung bei Zöliakie ist das Vermeiden von glutenhaltigen Lebensmitteln. Dies betrifft vor allem Getreidesorten wie z.B. Weizen, Dinkel, Roggen, Emmer, Gerste, Hafer oder Grünkern. Glutenfreie Getreidesorte wie z.B. Mais, Buchweizen, Reis oder Quinoa sind derweil kein Problem. Auch muss bei allen Lebensmitteln genau auf die Inhaltsstoffe (Zutatenliste bei Lebensmittel) geachtet werden, da auch Gluten als Geschmacks- und Konsistenzträger eingesetzt werden darf, wie das z.B. bei Wurstwaren und Süßigkeiten oft der Fall ist.
Rheumatoide Arthritis
Die rheumatoide Arthritis ist eine chronisch entzündliche Systemerkrankung, welche die Innenhaut der Gelenke befällt, es könnten aber auch andere Organe betroffen sein.
Ernährungsempfehlung:
Grundsätzlich kann eine mediterrane Ernährung entzündungsfördernde Marker im Blut verbessern. Vor allem Omega-3 reiche Lebensmittel wie z.B. fetter Fisch, Nüsse und pflanzliche Öle, wie z.B. Rapsöl und Olivenöl können entzündungshemmend wirken. Ballaststoffreiche Lebensmittel wie z.B. Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte können sich positiv auf Entzündungen auswirken. Ebenfalls entzündungshemmend wirken Antioxidantien, Polyphenole und Sulfide. Diese finden wir hauptsächlich in Obst & Gemüse und sind dort für ihre Farbe, Schärfe oder bitteren Geschmack bekannt.
Hashimoto-Thyreoiditis
Hashimoto-Thyreoiditis ist eine Autoimmunerkrankung, bei der es zu einer chronischen Entzündung der Schilddrüse durch zerstörtes Schilddrüsengewebe kommt.
Ernährungsempfehlungen:
Es ist wichtig, dass Iod nicht überdosiert wird. Demnach sollte darauf geachtet werden, dass man keine Algen- / Jodpräparate ohne ärztliche Absprache zu sich nimmt. Selen kann der Schilddrüse helfen, die Entzündung der Schilddrüse etwas zu hemmen. Auch hier ist es von Bedeutung, nicht zu überdosieren, da eine Überdosierung mit gesundheitlichen Risiken verbunden sein kann. Deshalb sollten nicht mehr als 1-2 Paranüsse pro Tag verzehrt werden, zudem sollte man neben dem Vitamin D-, Eisen- und Zink- auch den Selen-Spiegel regelmäßig überprüfen lassen, da Mängel häufig auftreten können. Die Basis sollte eine entzündungshemmende Ernährung sein, die aus viel Obst, Gemüse, Omega-3-reichen Lebensmitteln und wenig Zucker, sowie stark verarbeiteten Lebensmitteln besteht. Wenn Medikamente wie L-Thyroxin verschrieben wurden, sollten diese morgens nüchtern, sowie mit einem genügenden Abstand zu Kaffee, Milchprodukten und eisenhaltigen Lebensmitteln eingenommen werden.