Pädiatrische Notaufnahme am Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS)
Notrufnummer Rettungsdienst/Notarzt
Gift-Informationszentrale Mainz
Schockraum Anmeldung ZNA (Nur Arzt-Arzt-Gespräche)
Kinder-Intensivstation Anmeldung (Nur Arzt-Arzt-Gespräche)
Kinder- und jugendärztlicher Bereitschaftsdienst Saarland
Patientenservice der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz
Mit Praxen am Standort
Keine Bereitschaftsdienstpraxen an den Kinderkliniken am UKS in Homburg und Marienhaus Klinikum Sankt Elisabeth in Saarlouis
Zeiten des ärztlichen Bereitschaftsdienstes unter der Woche
Montag, Dienstag, Donnerstag
ab 18 Uhr bis 8 Uhr des Folgetages
Mittwoch und Freitag
ab 13 Uhr bis 8 Uhr des Folgetages
Zeiten des ärztlichen Bereitschaftsdienstes an Wochenenden, Feiertagen, Brückentagen
Samstag bis Montag
8 Uhr bis 8 Uhr
Gesetzliche Feiertage, 24. und 31. Dezember, Brückentage*
8 Uhr bis 8 Uhr des Folgetages
(*Ein Brückentag ist ein einzelner Werktag, der entweder zwischen einem Feiertag und einem Wochenende oder zwischen einem Wochenende und einem Feiertag liegt.)

Kinder-Notaufnahme
Notfallmäßig schwererkrankte Kinder und Jugendliche erhalten in der Pädiatrischen Notaufnahme eine umfassende Behandlung durch das spezialisierte Team der Klinik für Pädiatrie. Die Kinder-Notaufnahme ist für sie die erste Anlaufstelle und steht 365 Tage im Jahr rund um die Uhr zur Verfügung.
Eine Ausnahme bilden lediglich Schockraum-Patientinnen und -Patienten sowie Kinder mit schweren Unfallverletzungen, die in der Zentralen Notaufnahme (ZNA) versorgt werden.
Für eine umfassende und kompetente medizinische Versorgung sorgt das kinder- und jugendmedizinische Team der Ambulanz. Es besteht aus Ärztinnen und Ärzten der Kinderkliniken, Kinder-Chirurgie und Anästhesie sowie speziell ausgebildeten Fachkräften aus der Pflege und dem Service.
Die pädiatrische Notaufnahme am UKS erfüllt die höchste Anforderungsstufe für spezielle Notfallversorgung von Kindern nach den Kriterien des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA).
Bitte bringen Sie diese Unterlagen mit, wenn Sie die pädiatrische Notaufnahme aufsuchen
- Versicherungskarte der Krankenkasse
- Gültiges Ausweisdokument, gegebenenfalls auch das eines Elternteils
- Für ausländische Patientinnen und Patienten: Reisepass, ID, ausländische Krankenversicherungskarte, ambulanter Behandlungsvertrag
- Gelbes Buch mit Vorsorgeuntersuchungen
- Bei Neugeborenen und Säuglingen: Schwangerschaftspass der Mutter
- Impfausweis (COVID, Tetanus)
- Aktueller Medikamentenplan
- Alle verfügbaren ärztlichen Unterlagen (Arztbriefe, Notfallpässe wie zum Beispiel Allergiepass)
Wichtiger Hinweis
Bitte haben Sie Verständnis für die vorrangige Behandlung von Patientinnen und Patienten mit lebensbedrohlichen Symptomen.
Für Patientinnen und Patienten mit weniger dringlichen Beschwerden kann es zu längeren Wartezeiten kommen, denn in Homburg gibt es keinen Standort eines kassenärztlichen kinder- und jugendärztlichen Bereitschaftsdienstes.
Für einen Notfall, bei dem keine Lebensgefahr besteht, sind vorrangig niedergelassene Kinderärztinnen und -ärzte oder Hausärztinnen und -ärzte zuständig.
Die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt kennt die Krankengeschichte. Sie oder er entscheidet, ob eine weitergehende medizinische Versorgung in der Klinik notwendig ist.
Sollte die niedergelassene Kinderärztin oder -arzt unerreichbar sein, sind für dringende Fälle zuerst die kassenärztliche Bereitschaftsdienstzentralen zuständig.
Bei allen stationären und lebensbedrohlichen Notfällen versorgt die pädiatrische Notaufnahme der Kinderkliniken am UKS die Patientinnen und Patienten. Es gibt keine kinder- und jugendärztliche Bereitschaftsdienst-Praxis am UKS.
In der pädiatrischen Notaufnahme erfolgt die Behandlung nach einem Ersteinschätzungssystem (auch: Triage-System), das eine Behandlung nach medizinischer Dringlichkeit gewichtet. Die Kinderklinik arbeitet nach dem Manchester-Triage-System (MTS). Hierbei ist der Schweregrad der Erkrankung und die Behandlungsdringlichkeit der Kinder entscheidend. Darüber legen wir fest, in welcher Reihenfolge die Kinder und Jugendlichen untersucht und behandelt werden.
Die Reihenfolge der Ankunft entspricht daher nicht automatisch der Reihenfolge der medizinischen Behandlung. Bei weniger schwerwiegenden Erkrankungen können dementsprechend längere Wartezeiten entstehen.
Wichtig: Sollte es Ihrem Kind während der Wartezeit zunehmend schlechter gehen, wenden Sie sich bitte umgehend an das Team der Kinder-Notaufnahme.
- Halten Sie oder besser noch Ihre einweisende Ärztin oder Ihr einweisender Arzt mit uns möglichst telefonische Rücksprache, bevor Sie in die Kinder-Notaufnahme fahren.
- Melden Sie sich beim Eintreffen in der Kinderklinik im Gebäude 9 bitte direkt an der Pforte und sagen Sie deutlich, dass es um eine Vorstellung in der Kinder-Notaufnahme geht.
- Sie werden dann umgehend aufgenommen und in der Regel gleich oder innerhalb von 10 Minuten zur Ersteinschätzung geführt.
- Eine Pflegefachkraft schaut sich Ihr Kind an und beurteilt die Dringlichkeit der Behandlung. Die Einschätzung erfolgt nach dem weltweit in Notaufnahmen anerkannten Manchester-Triage-System (MTS). Bei Bedarf werden direkt weitere Untersuchungen (zum Beispiel Urin-Diagnostik, Blutgas-Analyse) oder auch pflegerische Behandlung (Schmerz- und Fiebermedikamente) eingeleitet.
- Nach der MTS-Ersteinschätzung dürfen Sie und Ihr Kind im jeweiligen Wartebereich Platz nehmen oder Sie werden direkt in einen Behandlungsraum gerufen.
Telefonische Auskünfte oder eine medizinische Einschätzung und Beratung am Telefon sind nicht möglich. Für eine verlässliche Einschätzung ist eine Untersuchung vor Ort unerlässlich.
Die pädiatrischen Notaufnahme der Kinderkliniken am UKS befindet sich in Gebäude 9.
Lageplan des UKS
In der pädiatrischen Notaufnahme ist oft viel los. Bitte begleiten Sie ihr Kind maximal zu zweit und bringen Sie keine Kinder zu Besuch in die Notaufnahme mit.
Begleitpersonen sollten nicht an ansteckenden Erkrankungen leiden oder selbst Fieber haben. Sollten Sie nicht ausreichend Deutsch oder Englisch sprechen, sorgen Sie bitte möglichst für eine geeignete Person zur Übersetzung.
Vorsorglichen dürfen wir Sie bitten, im gesamten Bereich der Kinder-Notaufnahme, in den Wartebereichen, sowie Untersuchungs- und Behandlungsräumen einen Mundschutz zu tragen. Vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Mithilfe.
Bei allen Krankheiten und Verletzungen, die ambulant behandelt werden können, ist die niedergelassene Kinderärztin oder der niedergelassene Kinderarzt zuständig. Im Vertretungsfall ist es der kinder- und jugendärztliche Bereitschaftsdienst.
Beispiele für die kinderärztliche Zuständigkeit sind
- Atemwegsinfektionen ohne schwere Atemnot
- Fieber
- Magen-Darm-Grippe
- Bauschmerzen
- Einfache Kopfschmerzen
- Hautausschläge
- Impfungen
- Leichte Unfälle, die keine notfallmedizinische Versorgung benötigen
- Einfache Wundversorgung
- Prellungen und Verstauchungen
Nach telefonischer Absprache wenden Sie sich direkt an die Kinder-Notaufnahme bei
- Komplexen Grunderkrankungen mit akuter Verschlechterung, zum Beispiel bei Herzerkrankungen, neurologischen Erkrankungen oder Lungenerkrankungen
- Schwersterkrankten Kinder (Notarzt-Notruf 112)
- Schweren Unfällen (Stürze aus mehr als zwei Metern Höhe oder Verkehrsunfälle)
- Fieber bei Säuglingen, die jünger als sechs Wochen sind
Brauchen Sie Hilfe bei der Einschätzung der Schwere der Erkrankung und Behandlungsdringlichkeit? Dann wenden Sie sich an Ihre Kinderärztin, Ihren Kinderarzt oder den kinder- und jugendärztlichen Bereitschaftsdienst Saarland.
Bei akuter Gefährdung von Säuglingen, Kindern und Jugendlichen kann die Kinderklinik des UKS mit Hilfe , Schutz und Sicherheit unterstützen.
Verletzen sich Kinder und Jugendliche in Kindertagesstätten oder in der Schule, muss zusätzlich eine Unfalleinschätzung nach dem D-Arztverfahren (Durchgangs-Arztverfahren) erfolgen. Das heißt, in Fällen, in denen ein Unfallversicherungsträger zuständig ist, folgt nach der Ersteinschätzung in der Kinderklinik die Vorstellung bei einer D-Ärztin oder einem D-Arzt (speziell zugelassene Ärztinnen und Ärzte, mit besonderen Kenntnissen im Bereich der Unfallmedizin). Sie erstellen einen Unfallbericht und führen bei Bedarf unfallchirurgische Behandlungen durch.
In diesen Fällen müssen Sie sich nach Vorstellung in der Kinderklinik auch noch in der Unfallchirurgie (ZNA) im Gebäude 41 am UKS vorstellen.
Kontakt für Zuweisungen Kontaktdaten
Die Telefonnummer ist nur für ärztliche und notärztliche Zuweisungen. Anfragen von Patientinnen und Patienten werden nicht beantwortet.
Forschung der Klinik für Pädiatrie in der Kinder-Notfallmedizin
Projekte
- COVID-19 und Long-COVID-Abklärung
- Sonografie zur Erkennung von Knochenbrüchen
- Schmerzprojekt „Schmerzarmer Notfall“