Es war wieder sehr beeindruckend, was die Bexbacher Nähgruppe „Nadelspielkinder“ Ende November bei ihrer schon traditionellen Spendenübergabe an das UKS alles im Gepäck hatte. Auf insgesamt 18 Meter langen Tischreihen hatten sie ihre Spenden aufgebaut: 2.600 Näh- und Handarbeiten von der Gruppe selbst, dazu eine große Menge an weiteren Geschenken für die Patientinnen und Patienten des Universitätsklinikums.
Die Gruppe bezeichnet ihre Handarbeiten als „Helferlein“ für den klinischen Alltag. Sie verfügt über ein großes Repertoire an unterschiedlichen Artikeln aus Stoff, Wolle und weiteren Materialien, mittlerweile sind es weit mehr als 50. Es gibt zum Beispiel Stofftiere, Kraken, Püppchen, Decken, Mützen und vieles mehr für unterschiedliche Bereiche der Kinderklinik. Für Brustkrebspatientinnen der UKS-Frauenklinik wurden auch wieder viele Helferlein übergeben, u.a. ein spezieller Schutz für den Medikamenten-Port, Sorgenfresserchen oder sogenannte Strickbrüste. In der Palliativmedizin warten nun zahlreiche handgestrickte warme Wollsocken auf ihren Einsatz. Und für die Sternenkinder am UKS wurden bereits zum zweiten Mal kleine, teilweise winzige Bettchen gefertigt und auch an die Sternenkindereltern wurde gedacht. Eine ganz tolle Überraschung in diesem Jahr waren die neuen Outfits für den High-Tech-Teddy, der in der Forschung der Kinderklinik zum Einsatz kommt.
Die Nähgruppe überrascht immer wieder mit neuen Handarbeiten, ist im regelmäßigen Austausch mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus der Kliniken. Gibt es irgendwo einen Bedarf, stehen die Nadelspielkinder bereit. So kommt es regelmäßig vor, dass die fleißigen Handarbeits-Profis bei ihren Spendenübergaben die eine oder andere Überraschung aus der Tasche ziehen. Und auch bei Sonderprojekten ist auf die Nadelspielkinder absoluter Verlass. So konnte sich die Onkologische Fachpflege in diesem Jahr über einen ganz besonderen Artikel freuen, der an dieser Stelle noch nicht verraten wird. Denn vor Weihnachten wird es in diesem Zusammenhang noch eine schöne Überraschung für Patientinnen und Patienten geben.
Die Nadelspielkinder sind ehrenamtlich tätig und nehmen kein Geld für ihre Produkte. Dadurch sind sie selbst auf Spenden angewiesen. Für ihre Handarbeiten benötigen sie viel Strick- und Häkelwolle, Stoff, Füllmaterial und mehr. Daher freuen sich die Näherinnen und Näher über finanzielle Unterstützung, um passendes Bio-zertifiziertes Material kaufen zu können. Neben Spenden von Privatpersonen und einzelnen Firmen gibt es immer wieder Unterstützung durch die Politik. Denn auch die Landes- und Regionalpolitik sieht das große Engagement und fördert die Arbeit der Nadelspielkinder. Durch die große Bekanntheit der Gruppe kommt es zu immer mehr Materialspenden von Privatpersonen, die dann ebenfalls als Geschenke an die Kliniken des UKS übergeben werden. Die großen und kleinen Patientinnen und Patienten dürfen sich dadurch über Spielzeug, Bastelmaterial, Hygieneartikel und mehr freuen.
In diesem Jahr blicken die Nadelspielkinder auf 10 Jahre seit ihrer Gründung zurück, im Herbst haben sie ihr Jubiläum gefeiert. 2025 hat das UKS zusammengefasst 6.700 Handarbeiten von den Nadelspielkindern erhalten – ohne die zusätzlichen Geschenke. Im Verlauf der letzten 10 Jahre wurden insgesamt unglaubliche 50.000 Helferlein an das Universitätsklinikum gespendet.




