Ein Vitamin-B12-Mangel ist weitverbreitet. Die Diagnose des Mangels ist oft herausfordernd, da die Symptome unspezifisch ausfallen können (z.B. Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Schmerzen, Kribbeln oder Gefühllosigkeit in den Füßen, unsicherer Schritt oder Gleichgewichtsprobleme). Oft vergeht lange Zeit bis die richtige Diagnose und Ursache feststehen. Die neurologischen Symptome können irreversibel sein, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt und behandelt werden. Die häufigsten Ursachen für den Mangel sind eine gestörte Aufnahme im Darm (bedingt durch Alter, Medikamente oder Erkrankungen insbesondere die den Magen oder Darm betreffen) und eine unzureichende Aufnahme über die Nahrung (z.B. vegane Ernährung).
In der vorliegenden Studie des Zentrallabors am Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS) soll ein pragmatischer Ansatz verfolgt werden, bei dem Angaben zu Symptomen, Medikamenten und früher diagnostizierte Krankheiten zu einem Risiko-Score kombiniert werden, um Risikoklassen (hohes, mittleres, niedriges Risiko) zu bilden.
Die Teilnahme an der Studie erfordert eine einmalige Blutentnahme. Mit dem Blut wird ein Blutbild erstellt und vier verschiedene Vitamin B12-Marker im Blut gemessen (Gesamtvitamin B12, Holotranscobalamin, Methylmalonsäure und Homocystein).
„Sie erhalten den Laborbefund von uns. Außerdem müssen Sie einen Fragebogen zu Ihrem Gesundheitszustand, früheren Krankheiten, aktuellen Symptomen und Medikamenten sowie Ihrem Lebensstil und Ernährungsgewohnheiten ausfüllen. Dabei werden Informationen abgefragt, die möglicherweise den Vitamin-B12-Mangel begünstigen könnten“, erläutert Professorin Dr. Rima Obeid vom Zentrallabor des UKS, die die Klinische Studie leitet.
„Da wir explizit nach B12-Mangel suchen, werden Menschen, die bereits Vitamin B12 einnehmen oder in den letzten fünf Jahren B12 eingenommen haben, von der Studie ausgeschlossen.“
Interessierte wenden sich bitte an die Studienleitung:
Frau Prof. Dr. Rima Obeid, Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS), Gebäude 57, Zentrallabor, 66421 Homburg/Saar. Telefon (06841) 16-30711, E-Mail: rima.obeid☞ Bitte fügen Sie an dieser Stelle ein @ ein ☜uks☞ Bitte fügen Sie an dieser Stelle einen Punkt ein ☜eu
