Dr. Dominik Schöndorf aus der Klinik für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie des UKS forscht daran, welche Möglichkeiten große Datenmengen, Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen für die Kinderonkologie bieten. Sein Ansatz könnte dabei helfen, dass krebskranke Kinder in Zukunft noch besser und ganz individuell in ihrem Zuhause behandelt werden. Dafür hat der Homburger Oberarzt nun eine ganz besondere Förderung erhalten.
Die Wübben Stiftung Wissenschaft treibt mit dem neuen Förderformat Sandpit die Entwicklung innovativer Forschungsansätze mit hoher gesellschaftlicher Relevanz voran. Das Sandpit-Programm ist ein dreitägiges Veranstaltungsformat, bei dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in ungewohnten und interdisziplinären Konstellationen an zukunftsweisenden Forschungsansätzen oder -fragen arbeiten. Mit diesen Forschungssandkästen will die Stiftung den Freiraum bieten, um Neues zu denken, zu wagen und zu sagen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erhalten die Gelegenheit, drei Tage miteinander ein Thema zu formen – jenseits festgelegter Strukturen und erwartbarer Konstellationen. Die Beteiligten sollen dabei bislang noch nicht miteinander gearbeitet oder publiziert haben. Am Ende sollen mutige Projektideen entstehen, die von großer gesellschaftlicher Relevanz sind. Die Wübben Stiftung stellt insgesamt 34.000 Euro zur Durchführung dieser dreitägigen Sandpit-Veranstaltung zur Verfügung. Am Ende steht eine ausführliche Ergebnisdokumentation, die im Anschluss durch die Stiftung veröffentlicht wird.
In der ersten Ausschreibungsrunde standen Projekte im Fokus, die neue Wege zur Nutzung umfangreicher Datenmengen in der klinischen Forschung erschließen. Zwei vielversprechende Initiativen wurden nun für die Förderung ausgewählt. Eine davon ist das laut Stiftung wegweisende Projekt zur häuslichen Betreuung in der Kinderonkologie von Dr. Dominik Schöndorf vom Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg. Er arbeitet als Oberarzt in der Klinik für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie.
Zukunft der pädiatrischen Krebsbehandlung: ein smartes und medizinisch sicheres Zuhause
Das Ziel des Sandpits von Dr. Schöndorf ist eine proaktive, personalisierte Behandlung krebskranker Kinder in ihrer familiären Umgebung. „Die Betreuung krebskranker Kinder ist von emotionalem Stress geprägt. Eltern sind häufig unsicher, wann medizinische Hilfe erforderlich ist, insbesondere wann sie zusätzlich zu geplanten Terminen die Klinik aufsuchen müssen. Mit unserem Projekt sollen unnötige Krankenhausaufenthalte verhindert werden", erklärt Dr. Schöndorf. Das Sandpit-Vorhaben plant eine Infrastruktur zu etablieren, die große Datenmengen, Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen nutzt, um den medizinischen Bedarf des Kindes vorherzusehen, noch bevor Notsituationen auftreten. Die häusliche Umgebung der Patientinnen und Patienten soll kontinuierlich Gesundheitsinformationen liefern, um Warnsignale frühzeitig zu erkennen. Diese Signale können Veränderungen der Vitalzeichen, Verhaltensänderungen oder Umwelteinflüsse umfassen. Durch die intelligente Vernetzung des Zuhauses mit der Klinik soll die Behandlungsqualität bei gleichzeitiger Verbesserung der Lebensqualität der Familien in den Mittelpunkt gestellt werden.
Über die Stiftung
Die Wübben Stiftung Wissenschaft ist eine private Förderstiftung mit Sitz in Berlin. Ihr Ziel ist es, den Wissenschafts- und Forschungsstandort Deutschland zu stärken, indem sie herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf verschiedenen Karrierestufen unterstützt. Weitere Informationen über die Stiftung findet man auf der Website https://www.wuebben-stiftung-wissenschaft.org/
Kontakt
Dr. med. Dominik Schöndorf
Klinik für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie
Zentrum für Kinder, Frauen und Adoleszente
Universitätsklinikum des Saarlandes
E-Mail: dominik.schoendorf☞ Bitte fügen Sie an dieser Stelle ein @ ein ☜uks☞ Bitte fügen Sie an dieser Stelle einen Punkt ein ☜eu
www.uks.eu/kinderonkologie